Moin,
typischerweise wird der Bestand je Stellplatz geführt, könnte es also sein, dass die Zeilen dadurch entstehen, dass Bestände auf verschiedenen Stellplätzen liegen? Ansonsten hängen die Zahlen der einzelnen Spalten von der Kunfiguration ab:
Der physische Bestand wird in der Spalte "vorrätig" angezeigt. Diese ist meist erst einmal am Ende der Tabelle. Darin berücksichtigt sind aber keine Mengen, die bereits in Aufträgen oder Lieferungen reserviert sind. Dazu muss man wissen, dass ein Bestandsabgang aus dem Verkauf erst mit dem Freigeben der Rechnung gebucht wird. INsofern zeigt "vorrätig" immer eine höhere Menge an, als die tatsächlich frei nutzbar wäre.
Dafür berechnet und zeigt X360 in der Spalte "Verfügbar" den "freien" Bestand an. Dieser wird anhand einer Verfügbarkeits-Berechnungsregel ermittelt. Letztere steuert, ob z.B. Kundenaufträge oder Lieferungen bereits in der freien Menge berücksichtigt (also abgezogen) sein sollen oder eben nicht.
Verfügbar für Lieferung zeigt an, welche Menge aus dem Bestand noch in Lieferungen ausgeliefert werden kann. Es werden vom Bestand also Mengen aus anderen - noch nicht abgerechneten- Lieferungen berücksichtigt.
Und die einzelnen weiteren Spalten gelten für die verschiedenen Belege.
Den Unterschied zwischen Vorrätig = Bestand und Verfügbar = freie Menge kann man am Besten im Screen Artikelverfügbarkeit Details (IN402000) sehen, dort sieht man, welche Belge bereits Mengen aus dem bestand beanspruchen.
Ist die Zahl bei Verfügbar im Minus, bedeutet es, dass eine größere Menge in den Belegen steht, als überhaupt Bestand da ist.
Als Fazit kann man sagen: das ganze funktioniert ausgesprochen gut, wenn die Prozesse sauber abgebildet und gelebt werden und die Konfiguraton stimmig ist. Prozess-Schwächen (z.B. wenn Rechnungen nicht freigegeben sind oder ähnliches) führen zu schlechter nachvollziehbaren Zahlen.